Das Krankenhaus San Gabriel ging hervor aus der Stiftung San Gabriel, die 1967 als gemeinnützige Einrichtung mit dem Ziel gegründet wurde, für das Wohlergehen von Mutter und Kind zu sorgen. Es ging dabei um Vorsorge, Aufklärung, gesundheitliche Versorgung und sozialer Förderung von Mutter und Kind. Die Einrichtung wurde durch Spenden aus dem In- und Ausland finanziert, insbesondere von deutschen Entwicklungshilfeorganisationen wie Misereor, Evangelische Entwicklungszentrale oder Terre des Hommes.

 

Das Konzept von San Gabriel sollte die Defizite des staatlichen Gesundheitssystems auffangen helfen. Das gesundheitliche Versorgungsmodell basierte in erster Linie auf dem Krankenhaussystem, erfasste dadurch aber nicht die arme Bevölkerungsgruppe, die dieses System weder verstand noch bezahlen konnte. Diesem Modell wurde das Basisgesundheitskonzept entgegengestellt, welches eine große Akzeptanz erfuhr. 1969 wurden 486 Patienten behandelt  – bis 1996 waren es bereits 185.000.  Behandelt wurden sie in acht Gesundheitszentren, zu denen 1981 auch das Krankenhaus mit zunächst 80 Betten als Mutter-Kind-Bezirkskrankenhaus hinzukam.